MOKO feiert 10-jähriges Jubiläum

Von 6. August 2018News

Aktuell gibt es wenige Themen, die Deutschland so sehr beschäftigen wie der Breitbandausbau. Marktversagen, Versäumnisse in der Politik, zu hohe Kosten die Gründe dafür, dass die Versorgung vor allem im ländlichen Raum weitgehend unzureichend ist, sind vielfältig. Auch deshalb nehmen heute immer mehr Gemeinden die Dinge selbst in die Hand und sorgen selbst für die notwendige Infrastruktur. Als wahrer Vorreiter in dieser Sache tat sich bereits vor 10 Jahren die Gemeinde Hohentengen am Hochrhein hervor. Man fällte damals die unerwartete Entscheidung, über einen Eigenbetrieb in der Gemeinde Glasfaser auszubauen. Die Moderne Kommunikationstechnologie, kurz MOKO, war geboren. Am Samstag feierten die Gemeinde, Bürgerinnen und Bürger und Beteiligte das 10-jährige Jubiläum bei strahlendem Sonnenschein mit einem tollen Fest. In den kurzweiligen Reden wurde übereinstimmend deutlich: Die MOKO ist ein Erfolgsprojekt.

Großprojekt für die Gemeinde
Federführend tat sich zu Beginn des Mammutprojekts Martin Benz, Bürgermeister von Hohentengen, hervor. Vorausschauend sah er die Notwendigkeit des zukunftsfähigen Breitbandausbaus schon zur damaligen Zeit. Nicht zu vergessen ist: Was heute in den umliegenden Landkreisen flächendeckend umgesetzt wird, war damals noch als fast exotisches Projekt einzuordnen. Mit Andreas Nauroth holte er sich kompetente Hilfe an Bord, gemeinsam begann man mit der Umsetzung. 6.000 Kilometer Glasfaserkabel wurden gelegt, um Gewerbetreibende und Privathaushalte direkt ans Glasfasernetz anzuschließen. Martin Benz fügt bei seiner Rede mit einem Augenzwinkern hinzu: „Es ist fast schon ein Credo: Bei uns hat sogar der Kuhstall in der Zwischenzeit einen Glasfaseranschluss.“ 3,5 Mio. € wurden in den Breitbandausbau in der Gemeinde investiert. Das sei viel Geld, so Martin Benz, aber im Vergleich zu anderen Maßnahmen sei das Projekt sehr kostengünstig umgesetzt worden. Ein Kredit in Höhe von 2,3 Mio. € wurde aufgenommen, von dem bereits 1,60 Mio. € getilgt sind, obwohl in der Zwischenzeit weiter investiert wurde.

Betrieb des Glasfasernetzes in kompetenten Händen
Ein Jahr nach Gründung der MOKO, 2009, wurde schließlich noch ein Betreiber für das Netz gesucht. Nach einer europaweiten Ausschreibung konnte das Schönauer Unternehmen Stiegeler IT mit dem besten Angebot überzeugen. Heute liefert die MKTH (Moderne Kommunikationstechnologie Hohentengen), an der Stiegeler IT und die Gemeinde beteiligt sind, erfolgreich Dienste wie Internet, Telefon und Fernsehen über das Glasfasernetz.

Die Jubiläumsfeier der MOKO war ein rundum gelungenes Ereignis, das erst in den späten Abendstunden endete. Mit Attraktionen von der Schatzsuche für Kinder über eine Band, die mitreißende Lieder spielte, bis hin zur Cocktailbar für die Erwachsenen war es liebevoll und bis ins Details geplant.

 

 

Marina Stiegeler

Autor Marina Stiegeler

Mehr Beiträge von Marina Stiegeler

Hinterlasse uns einen Kommentar